Woher kommt die Gewalt gegen Frauen?

25.11.2021

Gestern haben wir Ihnen die aktuellen Zahlen zum Thema Partnerschaftsgewalt vorgestellt. Heute, am 25. November, ist der Tag, an dem weltweit Aktionen stattfinden und daran erinnert wird, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu bekämpfen, der „internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“.

Woher kommt es, dass Gewalt von Männern gegenüber Frauen so ein großes Thema ist – das immer massiver wird, trotz so vieler Maßnahmen dagegen?

Die erste Frau hieß Eva. Sie ist die Mutter aller Lebenden, ob Männer oder Frauen. Ihr Name bedeutet „das Leben“ und „die Leben Spendende“. Frauen sind von Gott dazu bestimmt, Leben zu gebären, Leben zu schaffen. Ohne sie gäbe es keine Männer. Umgekehrt natürlich genauso. Beide brauchen einander. Warum ist das gerade für viele Männer so schwer zu verstehen? Warum geben sie den Frauen nicht den Respekt und die Würde, die sie für sich selbst erwarten?

So in etwa dürfte Gott sich das gedacht haben.
Und zwar nicht nur für frisch Verliebte.
(Foto: Pixabay)

Als Christen glauben wir, dass der Ursprung im Ungehorsam Gott gegenüber liegt. Das können Sie hier nachlesen: 1. Mose 3. Die Folge des so genannten Sündenfalls war für die Frau, dass sie große Schmerzen bei der Geburt ihrer Kinder haben wird – und dass der Mann, nach dem sie sich sehnt, über sie herrschen wird. Bis heute ist dies das Bedürfnis vieler Männer: Sie möchten sich größer fühlen als (ihre) Frauen, angesehener, mehr Ehre haben. Der Fluch, der ihn selbst wegen seines Ungehorsams traf, war, dass er viel dafür arbeiten muss, um sich im „Schweiße seines Angesichts“ ernähren zu können.

Doch von Anfang an hat Gott das so nicht gewollt! Als er Mann und Frau geplant hat, schuf er sie als gleichwertige Menschen, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzen. Und versorgte sie „kostenlos“ mit allem, was sie brauchten.

Wunderbar, dass sich so viele Menschen dafür einsetzen, dass Frauen weltweit weniger leiden müssen. Ich sage an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Besonders den Männern, die sich an dieser Stelle engagieren. Auch wir kämpfen für das Wohl vieler Frauen, so gut es uns möglich ist. Doch die Gewalt gegen sie, gleich ob psychische, sexuelle oder körperliche Misshandlung, wird so lange in dieser Welt verharren, bis die Menschen durch Jesus Christus wieder mit Gott versöhnt sind.

Wie Jesus zu seiner Zeit auf der Erde mit Frauen umgegangen ist, ist ein Vorbild für alle Männer. Er hat den Frauen ihre Würde zurückgegeben.