Regierungsversprechen zum Internationalen Frauentag

08.03.2017

Die Bundesministerin Manuela Schwesig verspricht: „… Mit dem Beitritt zum Übereinkommen verpflichtet sich Deutschland, auch in Zukunft alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Frauen zu schützen und ihnen Hilfe und Unterstützung zu bieten. Jede Frau hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Ich sage ganz klar: Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt. Es ist eine Straftat und die Täter müssen bestraft werden.“

Gute Absichten. Ich hoffe, sie führen auch zur Tat. Denn Erkenntnisse gibt es schon lange, die bis heute nicht viel verändert haben. Ich zitiere aus einem alten Bericht der Bundesregierung: „Die Studien ergeben deutliche Hinweise darauf, dass für Frauen mit Migrationshintergrund ein signifikant höheres Gewaltrisiko besteht … Anhand der vorliegenden Analysen lässt sich zeigen, dass bei der erhöhten Gewaltbetroffenheit von Migrantinnen durch aktuelle Partner teilweise ähnliche gewaltfördernde Bedingungen wirksam sind wie bei Frauen ohne Migrationshintergrund, dass diese aber in den Paarbeziehungen bestimmter Gruppen von Migrantinnen häufiger und oft in verschärfter Form vorliegen …

Migrantinnen sind eine Gruppe, die bei Gewalt Frauenhäuser stark in Anspruch nimmt … Migrantinnen waren aber auch die Gruppe, die am häufigsten genannt wurden bei der Frage, welche Zielgruppen seitens der Frauenhäuser nicht gut erreicht werden. Die Mitarbeiterinnen gehen von einer hohen Gewaltbetroffenheit dieser Gruppe aus und nennen vor allem Sprachprobleme, die für Migrantinnen eine Barriere bei der Schutzsuche darstellen …“

Das Charité gab bekannt, dass sich doppelt so viele muslimische junge Mädchen das Leben nehmen wie deutsche.

Schon vor der Flüchtlingsbewegung reichten die Frauenhausplätze nicht aus. Da war von geschätzten 25.000 abgewiesenen Frauen jährlich die Rede. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind besonders Frauen aus Asien und dem Nahen Osten von Gewalt betroffen. Migrantinnen machten schon vor der Flüchtlingsbewegung rund 50 % in deutschen Frauenhäusern aus.

Laut der Frauenrechtlerin und Autorin Serap Çileli gehen viele dieser Frauen wieder in ihr Gewaltumfeld zurück, u. a. weil die regulären Frauenhäuser nicht die Hilfe leisten können, die diese Frauen brauchen. Deshalb sieht Perlenschatz sich als Ergänzung.

Zum Schutz braucht es auch Geld. Danke, dass Sie, liebe Freunde, uns helfen. Damit wir bald ein eigenes Haus haben und unsere Ziele vollständig umsetzen können, würde ich mich freuen, wenn die gewonnenen Erkenntnisse bei unserer Bundesregierung zu konkreten Handlungen führten. Zum Beispiel mit einer Kostenbeteiligung. Wir übernehmen die Arbeit – die Bundesregierung bitten wir um ihren Anteil.

Anette Bauscher

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