Seit Bestehen der ersten Frauenhäuser setzen sich Mitarbeiter deutscher Zufluchtsstätten, die „Zentrale Informationsstelle für autonome Frauenhäuser“ (ZIF) und der Verein „Frauenhauskoordinierung“ unaufhörlich für eine verbindliche und bedarfsgerechte Finanzierung durch die Bundesregierung ein. Je nach Standort existieren die Häuser aus einer Mischfinanzierung von Landesgeldern, Kreis- oder Stadtmitteln, Wohngeld für Betroffene und durch eigene Spendenaktionen. Die Kommune, zu deren Aufgabe die Daseinsvorsorge gehört, hat oft mit einer maroden Haushaltslage zu kämpfen. So können die Mitarbeiter der Unterkünfte viele Aufgaben nicht so wahrnehmen, wie sie es sich wünschen und es dringend erforderlich wäre. Dazu kommt, dass beispielsweise Frauen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus keinen Anspruch auf Tagessätze durch die kommunale Behörde haben. Das betrifft vielfach auch Teenager, die aus Angst vor Zwangsheirat fliehen. Auch bei Frauen mit Migrationshintergrund, die schon länger in Deutschland sind, ist eine Unterstützung fraglich, weil ihr Aufenthaltsstatus nach dem deutschen Recht erst einmal an den ihrer Männer gebunden ist. Weil sich Perlenschatz gerade für diese Frauen einsetzen möchte, rechnen wir damit, uns vorwiegend aus Spenden finanzieren zu müssen.

Jährlich fliehen 40.000 Frauen vor Gewalt in deutsche Frauenhäuser. Der Europarat hat einen Frauenhausplatz pro 7.500 Einwohner empfohlen. Für Deutschland sollten demnach 11.000 Plätze vorgehalten werden. Bei 353 Frauenhäuser mit rund 6.800 vorhandenen Unterkünften liegt dieser theoretische Bedarf fast doppelt so hoch wie gedeckt. Theoretischer Bedarf deshalb, weil dann immer noch viele Frauen mangels Platz abgewiesen werden müssten. Im Jahr 2011 waren es 9.000 Frauen. Doch diese Zahl ist längt überholt. Das Stern-Magazin NEON schätzt jährlich 25.000 Frauen, die keinen Platz in einem Frauenhaus finden.

Perlenschatz nimmt bundesweit Frauen auf und muss seine Aufgabe also zum größten Teil aus freiwilligen Spenden, Sachzuwendungen, Erbschaften, Vermächtnissen und Zuschüssen finanzieren. Bei einer Größenordnung von rund 100 Plätzen für Frauen und Kinder haben wir für laufenden Personal- und Betriebskosten einen jährlichen Bedarf von rund 2,5 bis 3 Mio. Euro (ohne Haus und Inventar). Genauer lässt sich das errechnen, wenn wir die Größenordnung und den Zustand unseres künftigen Hauses kennen. Ob wir uns für ein großes Haus (oder nach und nach mehrere kleine) entscheiden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Perlenschatz braucht für die geplante Größenordnung 5.000 Förderer, die sich hinter sein Anliegen stellen und bereit sind, monatlich 50 Euro zu investieren (oder 10.000 Förderer mit monatlich 25 Euro). Machen Sie mit?

Danke, wenn Sie uns dabei unterstützen, Frauen zum Strahlen zu bringen!

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