Sie möchten mehr sein als nur Staub

08.03.2018

Gedanken zum Internationalen Frauentag 2018

 

Sie möchten mehr sein als nur Staub

Bewundert. Geliebt. Respektiert werden. Wer möchte das nicht! Als Mann und als Frau. Stattdessen: Unterdrückung, Gewalt, Benachteiligung. Nicht nur: aber meist von Frauen durch Männer. Ein Ende nicht abzusehen.

Jede dritte Frau hat Gewalterfahrungen in irgendeiner Form. Innerhalb seines fünfjährigen Bestehens ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ über 143.000 Mal angerufen worden. 69.000 schutzsuchende Personen wurden an Unterstützungseinrichtungen vermittelt, am häufigsten an Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen und an Frauenhäuser. Dass die Plätze schon lange nicht mehr ausreichen, ist längst kein Geheimnis mehr.

 

Menschen, die sich einmal geliebt haben, bekriegen sich. Üben Macht über den anderen aus. Einer benutzt den anderen für seine eigenen Zwecke. Zur Befriedigung seiner Bedürfnisse. Und findet noch, ein Recht dazu zu haben. Unschuldige Kinder werden verheiratet mit älteren Männern und ihre Körper und ihre Seele werden perversen Hirnen, sexuellen Abarten und krankem Machthunger preisgegeben.

Mit welchem Recht?

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, stellte Gott eines Tages fest und schuf dem Mann die Frau. Als Unterstützerin. Nicht als Dienerin. Als Ergänzung, nicht um sie seiner Willkür auszuliefern. Für das so oft verstandene „Gehilfin“ hat er im Urtext ein Wort verwendet, das in einem Psalm das ausdrückt, was er selbst für uns Menschen sein möchte! Er wusste, dass der Mann alleine nicht gut klarkommt. Dass er ein Gegenüber braucht. Dass ihm sonst etwas Wichtiges fehlt, um ganz zu sein. Und klärte auch gleich, was sinnvoller ist: dass der Mann die Eltern verlässt und „seiner Frau anhangen“ wird. Nicht umgekehrt. (In orientalischen Familienstrukturen muss die Braut in das Haus ihrer Schwiegereltern ziehen und soll ihnen dienen …)

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(Bildnachweis: istock /jameslee1)