Fast ein Heimspiel: In der Kirchengemeinde Hermannstein

Gestern hat Anette Bauscher im Nachmittagsgottesdienst der Ev.-lutherischen Kirchengemeinde Wetzlar-Hermannstein statt einer Predigt die Geschichte und das Anliegen von Perlenschatz vorgestellt. Dreißig Gottesdienstbesucher waren der Einladung gefolgt. Für einige von ihnen blieben Fragen offen, über die in einer anschließenden Runde mit unserer Geschäftsführerin diskutiert werden konnte.

 

Die Gruppe sorgt für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes

 

Gemeindesekretärin Sandra liest die Geschichte einer Betroffenen vor

 


Hinsehen. Handeln. Helfen.

Ja, ich habe der kurdischen Frau heute morgen nicht nur den Weg zum Zahnarzt erklärt, sondern sie sogar bis dorthin begleitet! Weil ich mir die Zeit nehmen wollte. Und ich konnte mich sogar daran erinnern, wie anstrengend es ist einen Kinderwagen durch eine Stadt und Treppen hinaufzubewegen. Selbstverständlich habe ich ihr geholfen und ja – das hat mir richtig Freude gemacht! Aber ist das wirklich so selbstverständlich für mich oder habe ich eben doch an manchen Stellen aufgehört hinzusehen?
Es ist nicht lange her, da haben wir unser erstes Haus eröffnet und ihm den Namen Anker gegeben. Die erste Assoziation zu Anker sind Schiffe. Anker, ein „schweres eisernes, an einer Kette oder einem Tau befestigtes, meist zweiarmiges hakenartiges Gerät, das vom Schiff auf den Grund eines Gewässers hinabgelassen wird, wo es sich festhakt und dadurch das Schiff an seinem Platz festhält“ (Duden). Offensichtlich ist ein Anker schweres Gerät! Das braucht es aber doch, auch um manches wirklich festhalten und Hilfe leisten zu können, oder nicht?
Heute ist Internationaler Frauentag. Wahlberechtigung, sexuelle Belästigung auf dem Weg zur Arbeitsstelle und viele Themen mehr sind schon rauf und runter diskutiert und demonstriert worden. Dennoch alle aktuell wie eh und je. Wenn ich einer Frau gegenüber sitze, mit ihr Tee schlürfe oder sie zum Zahnarzt begleite, das macht das Leben doch echt und real. Und wenn mir eine Frau gegenüber sitzt, die existenzielle Schwierigkeiten hat, bedroht ist, um ihr Leben bangt, dann hilft all das Diskutieren und Demonstrieren gar nichts. Dann muss gehandelt werden. Menschlich sein, hinsehen, das fängt im ganz Kleinen an. Wenn ich hinsehen kann, dann kann ich helfen, die Hand reichen und damit sogar etwas bewegen. Das kann zum Anker und damit zu einer echten Chance auf Integration werden.
Anja aus dem Team von Perlenschatz e. V.


Perlenschatz unter 3.250 Gästen beim KCF

Im Foyer während der Pause

Davon ist jetzt auch der stellvertretende Bild-Chefredakteur Daniel Böcking überzeugt.

Vom 28.02. bis zum 02.03. war Perlenschatz beim Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF) in Karlsruhe mit 3.250 Teilnehmern aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft unter den Ausstellern in Karlsruhe anzutreffen. Der KCF möchte die Möglichkeit zum Netzwerken von Menschen in Führungsverantwortung schaffen, die auch in der Arbeitswelt ihre christlichen Werte zum Ausdruck bringen möchten.

Am Stand hat dieses Mal Neffe und Vereinsmitglied Manuel mitgeholfen. Einige unserer Freunde haben bewusst unseren Stand aufgesucht, so zum Beispiel Nelly Linke-Vergouwe, die ein großes Herz hat für unsere Frauen und unser Anliegen und sich künftig ehrenamtlich engagieren möchte. Vorstandsmitglied Dirk Poppendieker aus Israel war vom Veranstalter als Nahost-Experte zu dem Seminar „Todsünden im internationalen Geschäft, kulturabhängig führen im Global Village“ eingeladen worden und fand bei dieser Gelegenheit noch Zeit, am Stand mitzuhelfen.

Hier ein paar Impressionen:

Daniel Böcking bei einem Vortrag

Perlenschatz-Freundin Nelly Linke-Vergouwe

Prof. Hans-Joachim Eckstein bei der Morgenandacht

Ich wusste noch gar nicht, dass ich so klein bin. Neben Manuel fühlt sich wohl jeder so. 🙂

Stöbern am Stand von Elisha von www.promisebags.com hat sich gelohnt.

Am Abend ein gemeinsames Essen mit Elisha und seiner Mitarbeiterin, „selbstverständlich“ beim Inder …


Ein herzliches Dankeschön dem anonymen Spender

Am Samstag erhielten wir auf dem Postweg einen 50-€-Schein. Das Kuvert enthielt keinen Absender, was vermutlich so gewollt war. Vielleicht nach dem biblischen Motto, die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut. Wir danken der Spenderin oder dem Spender deshalb herzlich auf diesem Weg!

 


Infobrief Nr. 22 ist unterwegs zu Ihnen

In der Regel lassen sich Vorstandsmitglieder Edeltraud und Eckart zur Nieden nicht nehmen, die Infobriefe unserer Einzelbezieher zu versenden und in ihrem Umfeld persönlich auszutragen, um Perlenschatz Porto zu sparen. Auch wenn sie dafür schon mal zwei Stunden unterwegs sind. Ausnahmsweise konnten sie nicht. Aber ein tolles Team war bereit das zu übernehmen, siehe Foto. Eine Pause mit Kaffee und einem leckere​n Kuchen, den Vereinsmitglied Katy für diesen Anlass gebacken hatte, gehörte natürlich dazu. Einen Abend zuvor hatte Ursula, ebenfalls vom Perlenschatz Verein, mit ihrer Familie schon mal 1.000 Briefe eingetütet und die Hälfte davon frankiert. Wie heißt es so schön? „Viele Hände, schnelles Ende!“ Morgen, spätestens Samstag, sollten die Postempfänger unseren Infobrief im Briefkasten haben. Auch die E-Mail-Empfänger finden diese Woche noch die neusten Nachrichten von Perlenschatz in ihrem elektronischen Postfach.

 

Ein herzliches Dankeschön an Euch alle!